Eine Ankündigung in eigener Sache: 

Die Blogeinträge hier von 05 / 2025, also von: 

Die Wohnungskrise: Die Wohnungskrise: Neubau und Behebung des Sanierungsstaus im Bestand 

bis 01/ 2026 liegen bei mehreren Verlagen. Das Ganze ist als Buch / E--book besser händel- und lesbar und trägt den Titel:

 

 

Bauwende (n)

 

Kreislaufwirtschaft und

„Degrowth“ als Schlüssel für

 

Wirtschaftswachstum

 

 

Von der Neoklassik zur Commons-basierten Geoklassik (1)

 

Da ich mit meinem sicher nicht ganz dummem Geschreibsel noch nie einen Cent verdient habe: vielleicht können Sie / könnt Ihr mich unterstützen und auch die Verlage anschreiben. Adressen / Mailkontakte, Hinweise dazu unter meiner Email sf@stefanfrischauf.com , oder auf Linkedin, meinem Account dort. Hier jetzt schon einmal vorab

 

 

 

Vorwort zum 2. Teil hier

 

Das Erscheinen der Pestel-Studie zum Wohnraum in Deutschland Mitte Januar 2026 belebt viele Diskurse neu.  „Digitale Zwillinge“, also präzise Bestandsaufnahmen zur raschen Erfassung von Bestandsgebäuden indes erfordern entsprechende rechtliche Vorkehrungen. Letztlich sollen spekulative neue Gewinnerwartungen dieses Mobilisieren des Bestandes nicht begleiten und dann gar weitergehend behindern.  

 

Transparenz der Datenlage im Bestand und damit auch Investitionssicherheit und (Ver-) Handlungsfähigkeiten zu verbessern, gar überhaupt herzustellen, berührt maßgeblich das Dilemma des institutionell-verwaltungsrechtlichen Rahmens. Dieses Framing hegt einen Inhalt (Content) ein, der durch viele immer wieder evozierte Konflikte charakterisiert ist:

  • Zentrum-Peripherie-Konflikt 1, hier: boomende Städte mit hoch angespannten Job- und Wohnungsmärkten vs. ländliche Regionen, z.T. schon „Lost Places“ 1. Orte, die also „Off the map“ 1, verlassen und vergessen sind.
  • Zentrum-Peripherie-Konflikt 2, hier: westdeutsche Städte mit diffuseren Besitzstreuungen im Wohnungsbestand vs. ostdeutsche Städte mit größerem kulturellem Erbanteil an Genossenschaftseigentum.
  • Nutzer-Eigentümer-Konflikt 1, hier: 53%, mancherorts 80% Mieter, die in fremdem Eigentum wohnen und eben die Vermieter. Beide stehen so einmal als Zahl / Punkt im Raum, werden aber kaum weiter er- und vermittelt, geschweige denn in Beziehung zueinander gesetzt.
  • Nutzer-Eigentümer-Konflikt 2, hier: Menschen beider Gruppen, die als Akteure Gestaltungsmacht oder -ohnmacht gegenüber den Märkten haben und halten oder auch einzusetzen vermögen.
  • Synthesis 3 aus beiden Kernkonflikten: örtlich begrenzt ermächtigte und handlungsfähige Verwaltungen und ihre Rechtsstrukturen, die letztlich alle Themen und Konflikte per se mit Hilfe von Normen, Regeln und Gesetzen im weitesten Sinne an den Schnittstellen von privatem und überwiegend öffentlichem Recht in ihrem jeweiligen Raum einhegen und regeln sollen.

Diese Liste jedoch zeigt, dass es da gewaltige Lücken im System gibt, die Kooption und Kooperation erschweren und bisweilen komplett verhindern.

 

Wie kommen wir also zu Transformation und kulturellem Wandel, zu Bauwende(n)?

 

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Eine weitere essentielle Handlungsprämisse im Framing bei der Bauwende, besser: den Bauwenden blieb hier bisher unberücksichtigt:

  • Die „soziale Marktwirtschaft“, de jure basierend auf dem 1949 vom Parlamentarischen Rat im Auftrag der drei westlichen Besatzungsmächte verabschiedeten Grundgesetz, dessen Geltungsbereich die ostdeutschen Länder 1990 im Einigungsvertrag beigefügt wurden.
  • Die „freie Marktwirtschaft“, wie sie auch immer wieder von politischen und medialen Seiten bezeichnet wird, um so das privatwirtschaftliche Primat der persönlichen Freiheit gegenüber staatlicher Reglementierung und Übergriffigkeiten im freien Spiel der Kräfte darzustellen.
  • Der „Sozialstaat“, der sich innerhalb dieser „freien Marktwirtschaft“ als ausgleichende Instanz insbesondere im Rahmen der Sozialgesetzgebung behaupten und bewähren muss.

Die Dominanz der „freien Marktwirtschaft“ wird hier schon impliziert. Die neoklassische ökonomische Lehre wird dabei immer mehr als „Naturgesetz“ der „liberalen Demokratie“ behauptet. Zuletzt hat der CDU-Wirtschaftsrat einmal mehr von rechts viele Einschnitte in den Sozialstaat gefordert. Die Neoklassische Lehre, die ja auch Frau Weidel in ihrer kulturelles Erbe und mehr verfälschenden Interpretation von "Hitler als Linker" 2 heranzieht, geht in eine weitere Phase. Das Stakkato der Vor- und Einschläge wird schneller.

 

Wie kommen wir also zu Transformation und kulturellem Wandel, zu Bauwende(n)?

 

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Was ist „naturgesetzlich vorgegeben“, was betrifft Regeln, Normen und Gesetze, in denen wir dieser Vorgaben entsprechend handeln? Hayeks Nationalökonomie und Schumpeters „schöpferische Zerstörung“ als Schlüsselbegriff in seiner Lehre stoßen an Grenzen des Zumutbaren für immer mehr Menschen. Die Geoklassik, zumal Commons-basiert indes ist eigentlich tiefer in der „liberalen Demokratie“ verwurzelt.

 

Klima- und Erdsystemforschung hat gewaltige Datenpools geschaffen. Und arbeitet stetig an weiteren Evidenzen. Das geht weit über die dialektischen Herleitungen, die viele unter klassischen wissenschaftlichen Methodiken der Forschung verstehen hinaus. Entropie und den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik können und konnten wir dabei niemals widerlegen als menschliche Spezies auf einem Planeten, auf dem wir nur als Gast geduldet sind. Stetige Relativierer, die scheinbar immer nur den Tellerrand vor Augen haben indes scheinen sich an linearen und gleichförmigen Systemen und Erzählweisen festzuhalten, um so die Komplexität von Klima- und Erdsystemen und sich und uns selbst darin außen vor zu halten.

 

Rund 40 % des Carbon Footprint werden national und global durch Bau und Bewirtschaftung von Gebäuden erzeugt. Die solchermaßen tangierten und zum Teil bereits überschrittenen „planetaren Grenzen“ machen viele neue Grenzdiskussionen erforderlich. Ist aber das Ignorieren bis hin zum aktiven Bezweifeln der Entropie und des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik da zielbringend oder betrifft Klimaanpassung, Leben und Überleben in und mit der globalen Erderwärmung und ihrer Folgen primär Umgang und Verschiebung, Umbau und Weiterbau zu größerer Diffusionsfähigkeit von Menschen gemachten, also anthropogenen Grenzen auf allen Maßstabsebenen?

 

Wie kommen wir also zu Transformation und kulturellem Wandel, zu Bauwende(n)?

 

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Besagte Pestel-Studie vom 15.01.2026 vernachlässigt die Ressource des Leerstands von Wohnraum insbesondere in Westdeutschland. Sie scheint sich da eher in vagen Schätzungen „basierend auf Daten der statistischen Ämter“ 3 im Wohnungsbestand generell zu bewegen. Der Leerstand von Gewerbe- und Brachflächen, insbesondere von a) Bürogebäuden und b) von Industriebrachen in Konversionsprozessen mit häufig kontaminierten Böden und Baubeständen werden überhaupt nicht berücksichtigt.

 

Großflächige Brachen sind zum Beispiel hier in Düsseldorf bei nordöstlicher Ein- und Ausfahrt aus dem Hauptbahnhof markant: die Brache Erkrather Straße, frühere Hauptpost, "Grand Central" wird von der Adler-Gruppe und anderen, wechselnden Akteuren im Rahmen von Shareholder-Value getragener Immobilienspekulation seit Jahren, bald einem Jahrzehnt größtenteils brach gehalten. Hier eine Aufnahme aus dem Geoportal der Stadt Düsseldorf. „Nähe trifft Freiheit“, wie es da so schön heißt. 4

 

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Beim S-Bahnhof Gerresheim, mit dem großen und weiten Gelände des früheren Haupt-Arbeitgebers dort, der Gerrix-Glashütte verhält es sich nicht anders. Das Foto hier ist vom Juni 2021. Bald also fünf Jahre alt, jetzt im Februar 2026. Nachbarschaften gewöhnen sich an den Kahlschlag. Sie gewöhnen sich aber nicht daran, dass sie und ihre eigenen Wohnsituationen bedrängt werden. Mieten und Nebenkosten immer höher werden. Und nebenan neoklassische Spielfelder für diejenigen bestehen bleiben, die überhaupt noch ihr Spielgeld in auf diesen Märkten algorithmisch hoch flexiblen, den Nachbarschaften dort jedoch wenig nutzenden Aktienportfolios zum Einsatz bringen lassen können. Bei derzeitigem Lohnniveau bezüglich Kaufkraftparität von 2019, also vor der Pandemie werden das immer weniger Bürger. Und: „Deindustrialisierung“ scheint da auch kein wirklich neues Phänomen.

 

Nicht nur maßgebliche Kriterien der Stadtentwicklungsmaßnahmen (SEM) im Rahmen der Maxime „Innen-vor Außenentwicklung“ und EU-Flächenverbrauchsziele im Rahmen der Anpassung an Folgen der globalen Erderwärmung werden durch diese Unterlassung der Pestel-Studie konterkariert. Auch Ein- und Entwicklung des Sozialraums von Nachbarschaften wird so völlig außen vorgelassen. Stadt- und Region und ihre Räume als primär den Maximen der Kapitalakkumulation unterstehende Objekte? Die eher randständig geduldeten Bewohner als Zuschauer ohne wirkliche Spielbeteiligung? Figuren, die nicht einmal 1 und 0 in einzelne Spielzüge ummünzen dürfen? Geschweige denn selbst einen gewöhnlichen Würfel mit den Zahlenwerten von 1 bis 6 zum Mitspielen = Mitgestalten erhalten?

 

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Quartiersmanagement und darin engagierte proaktive Ermittlung von Leerstandskatastern, Heranführen von Studierenden der Architektur und der Stadtplanung an mehrstufige Verfahren und Arbeitsweisen als „Um- und Weiterbauscouts“: es gibt viele Möglichkeiten, geltendes Recht in wirksame Handlungen zu überführen. Zweckentfremdungssatzungen, Art. 14 und 15 des Grundgesetzes und mehr noch die vielen Gesetze, Normen und Regeln von BauGB bis SEM bedürfen auch der Überprüfung im Hinblick auf gängiges Handeln im Rahmen „freier Märkte“. Alleine der Grundbuchzugang bei Immobilien und Flächen, die für Studienzwecke für Machbarkeitsstudien genutzt werden, bedarf vertraglicher Regelungen im Vorfeld, der den Verkehrswert auf die Grunderwerbssteuer + x auch für die weitere Verwendung begrenzt und der Kommune entsprechende Handlungsmittel in die Hand gibt. Denn: Welche und vor allem: wessen Freiheit wird da wie geschützt und was bedeutet das für örtliche Nachbarschaften und deren Grundrechte im Rahmen der „sozialen Marktwirtschaft“? Wie können „Eigentümer-Nutzer-Konflikte“ auf verschiedenen (Maßstabs-) Ebenen Lösungen mit Zugewinn für die Gemeinschaft zugeführt werden? Wie aber kann durchaus nicht unbegründeten (Verlust-) Ängsten auch in ihrem eigenen Maßstab prekarisierter (kleinteiliger örtlicher) Eigentümer da entgegengewirkt werden?

 

Solchermaßen über die Leerstandsermittlungen hinausgehenden klein- und großmaßstäblichen Potenzialermittlungen und im nächsten Schritt dann Machbarkeitsstudien zu unter- oder fehlgenutzten Bestandsgebäuden sollen als Studienarbeiten also sowohl unter eigentumsrechtlichen und sozioökonomischen Themen betrachtet, als aber auch natürlich wesentlich im Hinblick auf baukonstruktive und entwurfstechnische Themen im Rahmen der erforderlichen Bauwende(n) vertieft werden. Der Sanierungsstau im Bestand soll also auf mehreren Ebenen Lösungsmöglichkeiten zugeführt und Ausgangspunkt von Konzept und Entwurf werden können. Der Mehrwert dabei soll aber schon im Vorfeld vertraglich der Gemeinschaft zugesichert werden. Dabei müssen oben genannte „prekarisierte Eigentümer“ insbesondere in weiter im Detail zu erörternden Segmenten von „kleinteiligem Streubesitz“ 5  eingebunden werden.

 

Dicke Bretter, die da zu bohren sind. Aber: Verfassungsanspruch und Verfassungswirklichkeit müssen sich auch in einem Rechtsstaat immer wieder abwägend gegenüberstellen lassen. Dafür bedarf es einer Systemoffenheit, die eigentlich Fundament einer auch im Grundgesetz vorgesehenen demokratischen Entwicklung ist. Ist diese Systemoffenheit unter gegebenen Umständen noch vorhanden?

 

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Weiterhin soll es auch hier darum gehen, phänomenologisch Dinge und Menschen in ihren Handlungsweisen zu betrachten. Es geht dabei nie um 1:1 Übertragungen von historischen oder alltäglichen Wesensformen. Es geht vielmehr um systemanalytische Rückschlüsse. Diese wiederum verweisen auf Nuancen, die aber auch vor allem in Risikoeinschätzungen für zukünftige Handlungsweisen entscheidend sein sollten.

 

In gängigen Gesprächs- und Verhandlungsformaten werden, wenn überhaupt, die wichtigsten Themen allzu häufig nur in Nebensätzen angesprochen. Wenn aber selbst diese aus Konfliktscheu, Angst vor eigener Verantwortungsübernahme = Veränderungen vermieden werden, dann wird es allzu häufig schwierig, zu progredienten Ergebnissen und damit: ziel- und lösungsorientiert synergetischen Entscheidungen zu kommen. Framing und Content driften dann immer mehr völlig auseinander. Hier halbwegs Wege zu ebnen, erfordert Zähigkeit. Auch in der Aufzeichnung von (Ver-) Handlungsformen und der Protokollführung von Absprachen, die letztlich eben das ermöglichen sollen: Weiterarbeit an Problemlösungen, Annahme von Herausforderungen. Dies kann eben nur bedingt parallel in die Tastatur gehackt oder per KI simultan generiert wirksam sein, sondern erfordert immer retrospektives Lektorat zwecks Vorausschau. Planung und Gestaltung vereint also nuancierte Betrachtung vergangener Tat- und Sachverhalte und darauf basiert kritischer Bewertung des gegenwärtig Gesagten oder eben nicht direkt Gesagten zwecks zukünftiger weitergehender besser gesicherter Schritte auf abschüssigem Gelände. Die sich dabei auftuenden Abgründe indes sind auch als sicher zu erklimmende Höhen so besser überbrückbar.

 

Die "Betriebslogik", wie andernorts jemand das Verhalten von vielen Einzelnen, weiten Teilen der finanzstarken „Eliten“ insbesondere im von Aya Jaff so benannten „Tech-Bro-Sozialismus“ 6 genannt hat, von "Empathieverächtern" 7, die meinen, mit Geld und mehr Geld alles, vor allem aber Macht bedingungs- und völlig entropielos kaufen zu können, resultiert nicht nur aus dem Zusammenfall von weiten Teilen des ICHs, ÜBER-ICHs und ES‘ in den herrschenden Charakteren. Sie äußert sich vorwiegend in den BIAS / kognitiven Verzerrungen, mit der diese Personen ihre Botschaften streuen und ihre Herrschaft mainifestieren. Da fallen Marshall McLuhan ("The medium is the message") 8 und Daniel Kahneman ("Thinking fast and slow" / "Schnelles Denken, langsames Denken", letztlich mit Amos Tversky) 9 gleichfalls zusammen, wie auch Christian Stöcker in einer weiteren Analyse von Adam Smith „Homo Oeconomicus“ und der Instrumentalisierung seines Werkes durch chronische „Smith-Missversteher“ „psychologisch betrachtet, größenwahnsinnige, machtgierige Ausreißer“ 7 betont. Aber: es sind nicht nur die ganz oben stehenden Tech-Milliardäre. Es sind auch viele Multimillionäre dahinter, die den Untergang des Abendlandes wittern, wenn es nur daran geht, als soziales Wesen zu handeln. Die aber auch vorwiegend Brüder im Geiste auch in den oberen Ebenen „morgenländischer Feudalsysteme“ haben.  Das macht das Ganze diffuser und komplexer. Aber: es zeigt sich inzwischen ganz deutlich, dass Menschenbilder per se im Kulturkampf dieser Tage wesentlich sind. Menschenbilder, die maßgeblich durch den sozialen Status bestimmt sind. Und durch Verdrängung und Zerstörung von menschlichen Gemeinschaften.

 

WIR befinden uns am Ende mannigfaltiger und vielschichtiger, aber immer mehr eindimensional ausgefochtener Kulturkämpfe. Und WIR sind gefordert, viele Formen von gemeinschaftlicher Zusammenarbeit (wieder-) zu entdecken, um uns selbst Wege aus diesen Kulturkämpfen heraus zu ebnen. Um uns und kommenden Generationen ein Überleben in Würde zu entwickeln, uns und die Nachgeborenen darin einzuwickeln. Uns und noch nicht Geborenen noch (Über-)Lebensgrundlagen zu schaffen und zu erhalten und um- und weiter zu bauen.


Am 8. Februar fragt Caren Miosga den AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla zur Sonntag abendlichen besten TV-Sendezeit: „Ist Trump ein Vorbild für Deutschland?“ 10  Sie versucht, ihn und die vermeintlichen „Alternativen“ zu entlarven. Schön. Sie hat aber versäumt, zu berücksichtigen, dass Framing und Content von Videos und mehr von Menschen, die als passive (Volks-) Empfänger im Bias der "Zerstörungslust" 11 gefangen sind und die andere, aktive Sender bedingungslos in dieser Gefangenschaft halten wollen, bei entsprechenden (Video-) Schnittführungen wahrscheinlich ganz anders verfangen als sie intendierte. Auch ihre weiteren Gäste, Table.Briefings-Chefredakteur Michael Bröcker und Ökonomin Veronika Grimm waren nicht unbedingt Leute, die außerhalb der "neoklassischen ökonomischen Lehre" denken. Was aber ist diese und: wie stellt sich diese unter gegebenen Vorzeichen dar? Friedrich August von Hayeks (1899-1992) "Preistheorie" und die mit dem Preis verknüpfte Information scheint da das eine, Joseph Schumpeters (1883-1950) "schöpferische Zerstörung" das andere Paradigma derzeitigen makroökonomischen Geschehens. Letztlich aber handelt es sich bei allem um dominante Lesarten / Exegesen dieser Lehren. Die eben auch in bedingungslose "Truth (absolutely Anti-) Social-Formate" gepresst werden sollen. Die Informationskanäle hat man ja. Und mehr.


Henry George (1839-1897) sagt in "Fortschritt und Armut", dem 1879 in San Francisco erschienenen Schlüsselwerk der "geoklassischen Lehre": "...dass Arbeit nicht beschäftigt werden könne, bis das Ergebnis derselben gespart sei, ist zu absurd, um überhaupt diskutiert zu werden" 12 Der Arbeitslohn wird "nicht dem Kapital, sondern dem Produkt der durch ihn bezahlten Arbeit entnommen" 13. Arbeit wird auch bei einem "liberalen Demokraten" zum wichtigsten gesellschaftlichen Interaktionsgut.


Wo ist also der Fehler, wo sind die Bias bei den vorherrschenden Exegesen von Adam Smith, Hayek und Schumpeter, der völligen Ignoranz gegenüber Henry George in den oben und hier weiter unten geschilderten "Mindsets"? Und: was bedeutet das für die "Soziale Marktwirtschaft" hier und jetzt?

 

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Mit Trauer und tiefster Bestürzung erfuhr ich ganz nebenher vom viel zu frühen Tod Marco Bülows Ende Januar 2026. Marco war fünfmaliger Dortmunder Direktmandatsträger für die SPD im Bundestag und 19 Jahre dort immer kritischer Abgeordneter. Er setzte sich stets für Transparenz und dem Gemeinwohl dienliche Kompetenz ein. „Korrumpiert. Wie ich fast Lobbyist wurde und jetzt die Demokratie retten will“, war sein letztes Buch überschrieben. Der Kampf gegen den Niedergang immer stärker korrodierter Systeme kann sehr einsam machen. Man braucht viel Kraft und gute Freunde und Partner, die einem gleichfalls Kraft geben. Was für alle sehr, sehr schwer ist. Mit 54 Jahren ist der engagierte Kämpfer für Demokratie und Menschenrecht und -würde in derselben viel zu früh von uns gegangen. 14

 

Kevin Kühnert hat durch seinen Rücktritt vom Amt des SPD-Generalsekretärs im Herbst 2024 mit gerade 35 Jahren vielleicht diesem frühen Ausbrennen klug vorgebeugt. Ich erinnere mich an einen Artikel, wo es hieß, in wenigen Jahren wäre er, der damals noch rebellische Juso-Chef 2018 wie Martin Schulz, damals Kanzlerkandidat der SPD: ein Mehrheitsbeschlüsse im Machtpoker durchbringender, auf Fraktionseinheit pochender Spitzenpolitiker. Was aber letztlich die drängenden inhaltlichen Debatten innerhalb der Sozialdemokratie einmal mehr eher verkürzte. „Framing“ und „Content“ eben. Kevin hat dem Ausbrennen vorgebeugt. Wahrscheinlich spürte er auch, dass das System ihn auffraß. Dass inhaltliche Themen immer weiter hinten herüberfielen und er da irgendwann einfach nur noch als Staffage diente.15

 

Maurice Höfgen thematisiert in „Geld für die Welt“ auch Kevin Kühnerts Auftritt nach dessen (diskreter) Rückkehr auf die Polit-Bühne für den Verein „Finanzwende“ bei „Hart aber fair“ 16. Kevin ist in jedem Moment da voll auf der Höhe und argumentiert und kontert klug und deutlich. Auch Kai Viehof, der Millionenerbe der allkauf-Kette, der dieses Erbe zum größten Teil ausgeschlagen und in eine gemeinnützige Stiftung überführt hat an seiner Seite verdeutlicht, was da alles im Argen liegt. Die Gegenseite indes ergeht sich in den üblichen Stereotypien: der Staat sei ein schlechter Kapitaleigner und Geldverwalter und die „freie Wirtschaft“ alleine könne die vielen essentiellen Probleme wie fehlende Kita-Plätze, marode Schulen und so vieles mehr meistern. Der von Politiker-Seite eher „schlanke Staat“ indes vermag die Gerechtigkeitsdebatte per se gar nicht wirklich zu erörtern. Es wird insofern deutlich, dass auch Unions-Politiker und Mittelständler der Gegenseite, die ja letztlich KMUs, also „Kleine und mittlere Unternehmen“, ihre Definition der „Mitte der Gesellschaft“ und deren Interessen repräsentieren sollen, kaum wirklich Vorstellungen von den gewaltigen Relationen auf den „freien Märkten“ haben. Zwischen Multimilliardären und ihren Betriebsvermögen und den Chancen von Jungunternehmern indes ohne Erbenkapital bestehen riesige Unterschiede mit vielen Nullen und Kommastellen (Investitions-) Potenzialen, das in solchen Diskursen immer wieder hinten herüber fällt. Weswegen die Mittelstands-Union ja auch eher den Sozialstaat angreifen will als die ungleichen Start- und Mittel-, geschweige denn Langstreckenbedingungen für die Bürger im Lande wirklich eingehender zu thematisieren. 16

 

Auf Marco Bülows Totenschein wird die somatische Ursache vermerkt sein. Letztlich aber ist er an diesem korrodierten System und seiner eigenen Ohnmacht darin zugrunde gegangen. Und: seiner Familie schulden wir eigentlich umso vehementeres und vielstimmigeres Fortführen seines Wirkens.

 

Gehen wir also zunächst einmal auf das Kernthema hier, die Wohnungskrise und letztlich die Bodennutzung per se zurück. Die Vermietung von Notunterkünften für Wohnungslose ist auch ein teures Geschäftsmodell. Nicht nur in Berlin. Überall in Deutschland, wo „boomende Städte“ mangelnden Wohnraum verwalten. 40 und mehr, „bis zu 80 Euro die Nacht – trotz Mehrbettzimmer und Gemeinschaftsbad“ 17 nehmen solche privatwirtschaftlichen Betreiber. „90 Prozent der Berliner Notunterkünfte sind in privater Hand. Die Berliner Bezirke haben meist keine Verträge mit ihnen, zahlen aber die Kosten. Eine gesetzliche Obergrenze, wie viel eine Nacht kosten darf, gibt es nicht.“ 17 Probleme der Raumordnung und der Gestaltungsfähigkeit, auch der mangelnden Finanzausstattung der Kommunen werden also dort von privatwirtschaftlichen Akteuren gewinnbringend verwaltet.

 

„Eine neuartige Vermengung altbekannter historischer Kontinuitäten“ 18 konstatiert denn auch der Schweizer Historiker Ramon Wiederkehr in aktuellen „Zwangsmaßnahmen gegen Obdachlose in den USA 18. Eine baldige Perspektive auf dann völlig geöffneten „freien Märkten“ auch in Deutschland und Europa?  

 

Viele Szenarien und Planungen beinhalten immer noch längst vergangene Paradigmen. Und arbeiten mit Vorzeichen, die auf völlig ideenlose „Vermengungen altbekannter historischer Kontinuitäten“ 18 abzielen. Die immer gleichen Erzählungen, die immer gleichen stereotypen Mantras ohne Bezug zu komplexen Schichtungen von gesellschaftlichem Sein und Werden, zu vielfältigen Transformationen und ihren Erfordernissen: „95 neue Hochhäuser, zwischen 31 und 170m Höhe sind in Berlin geplant.“ 19 Eine Anfrage der Grünen bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ergab dies. „Nach Angaben der Grünen stehen in Berlin derzeit rund 1,7 Millionen Quadratmeter Bürofläche leer. Gleichzeitig sollen bis Ende 2026 weitere 840.000 Quadratmeter Bürofläche hinzukommen. … Angesichts des enormen Leerstands darf es kein neues Baurecht mehr für Bürokomplexe geben". 19 In einem Antrag im Berliner Abgeordnetenhaus fordern die Grünen auch, „leerstehende Büros verstärkt in bezahlbare Wohnungen umzubauen. 19

 

Es fragt sich immer mehr: wie lernfähig sind Städte, ihre Behörden und Planer der "freien Wirtschaft" wie der "öffentlichen Hand" in Anbetracht der nur transdisziplinär zu schaffenden Herausforderungen durch globale Erderwärmung und Wasser-, Rohstoff- und Energiekrise, die wir auch in Deutschland und in Europa immer stärker verspüren? Bei den Planungen für die 95 Hochhäuser in Berlin: Investoren-Torschlusspanik, wo da rasch Baurecht für diese Hochhäuser geschaffen werden soll? Verbündete der Dominanz neoklassischer Investitions- und Abschreibungsmodelle gibt's natürlich auch zu Hauf auf allen Ebenen wirkmächtiger Verwaltungen. Die Hochhausdebatte führt per se darin zu Ersatzhandlungen, wie wir sie hier sehen. Gesellschaftlicher Mehrwert wird so nicht erzeugt. "Bezahlbarer Wohnraum", der also 1/3 des örtlichen Einkommensmedians für Mietzins nicht übersteigt, ist so unmöglich zu erzielen. Singapur und andere Orte mit anderen Praktiken haben eher geoklassisch orientierte Formen des Bodenrechts. Letztlich Henry George 12 und andere mit konfuzianischen und anderen örtlichen Rechtstraditionen verknüpfend. Dieser Shift aber, von der Neoklassik zur Geoklassik, verknüpft mit lokalen örtlichen Themen und Commons-basiert, also neben dem theoretischen Erbe Georges aus San Francisco 1879 auch dem Erbe der ersten Frau, die 2009 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften gewonnen hat, Elinor Ostrom aus Bloomington / Indiana 20 und ihren vielen Epigonen folgend: Bewegungen dazu finden vielerorts statt.

 

Alexander Reisenbichler betont in einer Vergleichsanalyse des US-amerikanischen und des deutschen Wohnungsmarktes, dass der soziale Wohnungsbau eine, eigentlich die Wachstumschance für die traditionell nach dem 2. Weltkrieg eher als Exportwirtschaft aufgebaute Ökonomie des Landes nun in einer Phase des erforderlichen Rückzugs auf eine wachsende deutsche in der europäischen Binnenwirtschaft sei. „Heute rächen sich die umfassenden Privatisierungen und der Rückzug des Staates aus der Wohnungswirtschaft der vergangenen Jahrzehnte, weil dem Staat die Mittel und Instrumente fehlen, um steuernd auf diese Entwicklungen einzugreifen. 21 Dieser Kernsatz indes weist auf die diffusen, kleinteiligen Streubesitztitel und das damit verbundene Zugriffs- und Baurecht bei 53% Mietwohnungen im Einfamilien- und im Geschosswohnungssektor hin, der mancherorts gar bis zu 80 % des Wohnungsbestandes zur Miete betrifft.

 

„Man kann sich vor Augen führen, dass in den letzten Jahren weniger als 40.000 neue Sozialwohnungen pro Jahr geschaffen wurden. Es ist also eine deutlich stärkere Rolle des Staates erforderlich, um den Bestand von Sozialwohnungen nicht nur zu stabilisieren, sondern auch wieder zu erhöhen. Dass solche Maßnahmen erhebliche finanzielle Mittel erfordern, steht außer Frage, gerade vor dem Hintergrund höherer Zinsen, steigender Baukosten und zunehmender Gebäudestandards.“ 21 In Deutschland weiterhin „als Sozialpolitik verstandene Wohnungspolitik“  21 erfordert also nun ein kohärentes Bestandsmanagement. Die unmittelbar in den Jahren des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg und der Einheit dienenden „Instrumente des sozialen Wohnungsbaus und der Wohngemeinnützigkeit auf die heutige Zeit“ 21 zu transformieren erscheint insofern auch dem in Toronto Ökonomie lehrenden Reisenbichler als Mittel der Wahl, um „der AfD den Wind aus den Segeln zu nehmen“ 21 und Wege aus „Deindustrialisierung“ und Rezession zu erschließen. "Bauwende(n)", also Bestands-(re-)aktivierung und weitergehende Ertüchtigung, Offensiven bei Um- und Weiterbau der Bestände also sind zumal im Hinblick auf Ressourcenknappheit im Rahmen auch der globalen Erderwärmung ganz wesentlich die hier weiter in Reallaborstudien zu spezifizierenden Formate.

    

Auch Patrick Kaczmarczyk ergeht sich zunächst weitestgehend in makroökonomischen Analysen.Made in Germany" funktioniert nicht mehr 22 vermag aber kaum Hinweise auf Instrumente zwischen makroökonomischen Kipppunkten, politischer Taub- und Blindheit gegenüber dieser „tektonischer Verschiebungen“ 22 beim „Zerfall der Weltordnung“ 22 und mikroökonomischen, örtlichen Umsetzungspunkten zu geben. „Regionalisierung der globalen Wirtschaft bei steigender oder sinkender regionaler Binnennachfrage“ 22 bleiben als vage Parameter.  Die Stimulation von Binnenwachstum, von Binnenangebot von Arbeit und Wohnraum und Binnennachfrage von beidem bleibt da eher im Unbestimmten. Die Umsetzung dieser Strategien indes soll ja hier weiter in Reallaborstudien, die eben nicht im „Modellstadium“ erstarren dürfen vertieft werden.

 

Besagte „Regionalisierung der globalen Wirtschaft“ 22 in und mit „regionalen Zentren“ 22, in dem Falle auch von Deutschland (und Frankreich) in Europa erfordert auch interessiertere und tiefere Blicke 1. nach innen und 2. nach außen. Die SPD-Parteitagsreden jüngst von 1. Bärbel Bas und 2. Lars Klingbeil vermögen da manche Rückschlüsse erlauben. Markant ist auch, wie die SPD da konnotiert wird. Die Kommentare im SPD-Youtube Channel unter 1. Bärbel Bas' Rede "Für eine Partei, die an der Seite der Menschen kämpft" 23 sind überwiegend negativ. Konnotiert diesen Verdruss jemand in der SPD? Versucht da jemand auch, in einen weitergehenden Dialog zu treten? Vor allem auch, um Arbeit und ihre -nehmer als wichtigste Wählergruppe der ältesten Partei dieses Landes wieder wahrzunehmen, geschweige denn: wieder zu gewinnen? Was aber braucht es jetzt, um verloren gegangenes Vertrauen wiederzugewinnen? Der hier schreibt ist prekarisierter Akademiker. Handwerkersohn. Also auch Arbeiter. Wissen andere Genossen noch, wie wir ticken?

 

Die Rede von Lars Klingbeil: „Kooperation, Solidarität und ein starkes Europa!“ 24 klingt zunächst sehr schön. Aber er verkennt mehrere wesentliche Themen darin:

  1. Die Dystopie einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Weltordnung und ein daraus resultierendes Ohnmachtsgefühl ist brutale Realität für viele Menschen. Auch Bürger in Deutschland. Viele aber registrieren darin die SPD in einer erneuten Großen Koalition einmal mehr als Teil des Problems, nicht der Lösung. Der „Junior-Partner“ in der GroKo agiert da teilweise ganz gut als (Teil-) Opposition. Programmatisch jedoch muss er den „Zukunftsauftakt“ 23, 24 offensiver und deutlicher vor allem auch im Hinblick auf „Umsetzungsdefizite“ 25 und die Kernwählerschaft darin: prekarisierte Menschen vieler Bildungs- und Herkunftshintergründe und ihrer Perspektiven ausgestalten.  Gramscis „Vorpolitischer Raum“ 26 der Meinungsbildung indes, den die AfD da zur Wutinszenierung in ihrem „Kulturkampf“ 26 inszeniert und weiter zwecks Verschiebung und „Abriss der Brandmauer“ 26 für eine „bürgerlich-(neo-/ pseudo- liberale) konservative“ 26 Mehrheitsbildung gegenüber einem „sich radikalisierenden linken Lager“  26 indes verschieben will, muss da immer beachtet werden. Ein schwieriger Spagat. Aber mit einer entsprechenden, weiter reichenden Programmatik verknüpft kann man auch das austarieren.
  2. Die Globalisierung ist kein Produkt der Moderne. Globale Formen von Austausch, Handel und Zusammenarbeit hat es auch vor der Moderne gegeben. Konkurrierende Zentralisierungs- und entsprechende Machtansprüche der Kolonialisierung indes gegenüber solchermaßen eher als peripher abqualifizierten anderen Weltregionen sind in diesem Ausmaß eher ein Produkt der Moderne.
  3. Insofern kann Europa nur durch Ermittlung gesellschaftlicher Bedarfe im globalen Süden wirklich zu dessen verlässlichem Partner werden.
    Dafür jedoch bedarf es nicht nur der Reisen mit Wirtschaftsdelegationen und Treffen von solchen dort. Dafür bedarf es intensiven Betrachtens und Ausarbeitens von Lösungen für Folgeschäden der globalen Erderwärmung und mehr. Ein Technologie- und Wissensexport alleine von Klärsystemen für übernutzte und entsprechend gestresste Wassersysteme würde den meisten Menschen im globalen Süden und nicht Clans und ihren Despoten helfen. Und ganz nebenher könnte Deutschland durch Stärkung der Binnenwirtschaft, mithin seines wichtigsten Rohstoffs Bildung auch eine "nachhaltige Exportwirtschaft" aufbauen. Denn diese Themen ereilen uns auch immer mehr hier. Nicht nur digitale Infrastrukturen sind in kritischem Zustand. Graue, blaue und grüne und rote, unmittelbar physische Infrastrukturen in unserer gebauten Mitwelt und die entsprechenden Partizipationsverfahren bei ihrem Um- und Weiterbau sind der Schlüssel. Hier wie dort. Die intelligente Steuerung solcher mit der Mitwelt und ihren Bewohnern agierenden Systeme kann zudem Maschinenbau und Verfahrenstechnik, mithin Prozesssteuerung und Systeme dieser Art in Herstellung und Wartung und Funktionserhalt als wesentliche Exportgüter aktivieren und eine gesunde Balance von Binnenwirtschaft und Ent- , besser Einwicklungszusammenarbeit herstellen.

 

Womit wir noch einmal bei Patrick Kaczmarczyk landen. Nach Mark Carneys Rede in Davos, wo Kanadas Premier deutlich „den Zerfall der regelbasierten Ordnung“ 27 benannte, fordert auch er deutlich ein ehrliches Betrachten „der Asymmetrien der Weltwirtschaft“ 27 und ein Beheben „der Defizite der Globalisierungserzählung“ 27.  Wer von „Rohstoffgewinnen“ 27 im Handel zwischen Globalem Norden und Süden spricht, muss also auch den „Extraktivismus“ 28 und „Grünen Kolonialismus“ 28 klar benennen. „Vielen Entwicklungsländern wurden über Jahrzehnte genau jene wirtschaftspolitischen Spielräume verwehrt, die historisch für erfolgreichen Strukturwandel entscheidend waren: der zeitweise Schutz junger Industrien, eine aktive staatliche Industriepolitik und eine kontrollierte Öffnung gegenüber dem Weltmarkt. 27  Das Dilemma aus „hohen Zinsen, niedrigen Investitionen und schwachem Wachstum“ 27 ,in einem „auf die Interessen der Finanzmärkte im globalen Norden hin ausgerichteten“ 27 Weltwirtschaftssystem und die makroökonomische Vulnerabilität, die durch die Klimakrise und „Dürren und Fluten, die für Ernteausfälle und Unterbrechungen der Lieferketten sorgen“ 27 noch verstärkt wird: hier bedarf es ganz entschiedener Aufarbeitungen, die fairen Welthandel überhaupt erst ermöglichen. Die Ineffizienz, oft gar Kontraproduktivität von IWF-Programmen, die private Investoren begünstigen und öffentliche Daseinsvorsorge in der Dauerkrise schwächen und insofern auch Korruption örtlicher Eliten begünstigen, während die Bevölkerung weiter darbt: der in Mannheim lehrende und forschende Patrick Kaczmarczyk fordert da deutlich begründet auf Mark Carneys Rede zurückgehend eine ehrliche Bestandsaufnahme nord-südlicher Beziehungen und benennt pragmatische Schritte und Angebote an den globalen Süden innerhalb einer neu auszugestaltenden Weltordnung.

 

Die an der Columbia Uni in NYC lehrende und forschende vergleichende Rechtswissenschaftlerin Katharina Pistor fordert gar in ihrer Würdigung der Rede Mark Carneys, das Weltwirtschaftsforum in Davos, das „im Zeichen einer Weltordnung“ stehe, „die es nicht mehr gibt“ 29, ganz abzuschaffen. Vielleicht könnte man dazu ergänzen: das WEF als überspitzt gesagt - autonomer Club privatisierter Staatsökonomien hat ausgedient, weil diese Modelle die Gesellschaften, die letztlich in diesen Nationalökonomien das jeweilige BIP erwirtschaften, immer mehr außen vor stellen. Der Anlass, die Rede Mark Carneys: der kanadische Premier spricht ja auch deutlich von Binnenmärkten und ihren Verknüpfungen, um Gegengewicht und Resilienz zu zunehmend autoritären, Macht und Kapital konzentrierenden Kräften herauszubilden. Die Synthesis wäre eher, dass Organisationen wie die UP - die United Peoples unter dem Dach der UN gebildet würden anstelle solcher überspitzt gesagt exklusiver Hinterzimmerkonferenzen wie Davos. Unter der Prämisse der 17 SDGs könnten sich verschiedene regionale UPs konstituieren und die zentrale Versammlung und Koordination dieser UPs etwa könnte wieder in NYC liegen, könnte aber auch in den globalen Süden ausgelagert werden. Europa als „zentrale Mittelmacht“ 27 könnte und sollte im ureigenen Interesse solche Themen voranbringen. Aus Berlin, Paris und Brüssel indes sind derzeit da keine offenen Ohren für solche auch institutionalisierten Änderungen zu sehen. Einzig in Madrid und Barcelona würde man derzeit für solche Bewegungen vielleicht Gehör finden. Immerhin.

 

*

Zum Abschluss dieses langen Vorworts, das ja irgendwie auch der Überbrückung langer und andauernder Ungewissheiten dient, wie und auf welchen Geschäftsgrundlagen da ich und wir schon öfter benannte Reallaborstudien breiter- und weitergehend steuern und entsprechend ausarbeiten, noch ein weiterer, etwas tiefer ins Detail gehender Blick nach draußen. Auf kulturelles Erbe, das zerstört wurde, das aber unserer Beachtung und unserer Würdigung und Wertschätzung bedarf. Kulturelles Erbe, das im Krieg zerstört wurde und das insbesondere nach meinen Erfahrungen in Afghanistan weitergehend von Zerstörung und Vernachlässigung bis hin zum völligen Verdrängen und Vergessen bedroht ist. Was einfach nicht sein darf. Im alltäglichen Verdrängen vermeintlich ewiger Gegenwärtigkeiten fällt so viel hinten herunter, dass die Kulturverluste und ihr weiteres Verdrängen zwangsläufig neue Bedrohungen hervorrufen. Teufelskreise indes, die es zu durchbrechen gilt. Teufelskreise der Geschichtsvergessenheit durch manipulative und (auto-)suggestive Verdrängung von Vergangenheiten, die ja nur wenige Momente zuvor Gegenwärtigkeiten waren. Und die so auch Zukunft als Versprechen und als Ansammlung hoffnungsfroher Momente verunmöglichen.

 

Katrin Eigendorf berichtet über einen Besuch der syrischen Stadt Aleppo und sendet auch einige Fotos der Altstadt. Sie selbst schildert ihre Erschütterung über das Ausmaß der Zerstörung in einer der ältesten Städte der Welt. Auch trifft sie in der Altstadt dort eine Kollegin: „Die deutsch-syrische Architektin Dima Dayoub, die zwischen Berlin und Aleppo pendelt, engagiert sich im Wiederaufbau und teilt mit uns ihre Ideen. „Wiederaufbau ist nicht nur Teil eines Friedensprozesses, er ist Hoffnung. Der Wiederaufbau ist die Suche nach der verlorenen Identität und hat dadurch auch etwas Heilendes.“, erzählt sie mir zwischen den Trümmern. 30

Ich persönlich schätze die wertschätzenden Worte für die Überlebenskunst dort von Seiten der renommierten Journalistin. Und vor allem die Fotos. 30 Ich selbst habe immer gerne in Ruinen geforscht und gearbeitet. Kabuls Altstadt 2009 / 10 war insofern meine größte berufliche Herausforderung. Und mehr.

 

 

Es wird immer sehr leichtfertig vom Frieden gesprochen. Er und die für einen Wiederaufbau erforderliche Demut indes lassen alle politischen Diskurse zu uns umgebenden Kriegsgeschehen derzeit komplett vermissen. Ausschnitte aus Aleppos Plan kenne ich noch aus dem Benevolo, der „Bibel für Stadtbaugeschichtler" „Die Geschichte der Stadt". Im Abrahamitischen Sinne könnte man das Buch genauso als Thora oder als Koran des Städtebaus bezeichnen.

 

Der Souk, die Bazaare: ich holte also das 1067 Seiten Werk aus dem Regal. Zum Weltkulturerbe der Altstadt Aleppos gibt es da auch eine dieser wunderbaren Systemskizzen, die eine Ahnung von der Komplexität islamischen Städtebaus, insbesondere der Grenzen und Übergänge zwischen verschiedenen Schichten öffentlichen und privaten: kommerzieller, residentieller und spiritueller Räume aufkommen lassen. 31 Die Achtung vor diesem gewaltigen kulturellen Erbe fehlt in allen politischen Diskursen zu solchen Orten und den Menschen, die diese Zerstörung auch körperlich verspüren derzeit. Dazu jedoch müssen wir kommen, um überhaupt würdevoll mit diesem Erbe umgehen zu können.

 

 

Eine Zukunft ohne Würdigung und Wertschätzung der vielen Ebenen der Vergangenheiten und ohne eingehende Betrachtung der Trümmer ist nicht möglich. Auch immer weiter steigende Mieten in deutschen und europäischen Städten zeigen, dass „Regelbasierte Ordnungen“ sich den Realitäten zuwenden müssen. Wenn „viele Städte Europas für Pflegekräfte unbezahlbar“ 32 sind, dann ist nicht nur in Hamlets Staate Dänemark etwas faul. Derzeit verweigern die meisten der Mächtigen dies noch. Aber: es bleibt nichts anderes übrig, als diese aufzuwecken.

 

Düsseldorf, Rheinland, 18. Februar 2026

 

 

 

 

Anmerkungen Vorwort zum 2. Teil hier: 

 

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Lost_Place , zuletzt am 16.02.2026 abgerufen.
  2. NTV-Nachrichten, Youtube, 09.01.2025: „Adolf Hitler war ein Linker" - Alice Weidel im Gespräch mit Nikolaus Blome; zuletzt am 16.02.2026 abgerufen: https://www.youtube.com/watch?v=kEqDks-h-qM
  3. Surplus Magazin, Die Zeit; 15.01.2026, beide zuletzt am 13.02.2026 abgerufen: https://www.surplusmagazin.de/wohnraummangel-deutschland-neubau-wohnungen/?ref=mein-feed-newsletter und https://www.zeit.de/news/2026-01/15/studie-in-deutschland-fehlen-1-4-millionen-wohnungen
  4. Geoportal der Stadt Düsseldorf. „Nähe trifft Freiheit“, zuletzt am 13.02.2026 abgerufen: https://maps.duesseldorf.de/
  5. Hier noch einmal der Hinweis auf das erste Buch hier und den Artikel dort zu Anfang: „Die Wohnungskrise: Neubau und Behebung des Sanierungsstaus im Bestand“, nochmals im Netz, zuletzt am 13.02.2026 abgerufen: https://www.stefanfrischauf.com/die-wohnungskrise-neubau-und-behebung-des-sanierungsstaus-im-bestand-05-2025-mit-stetigen-update/
  6. Surplus Magazin, Aya Jaff, 09.01.2026: „Tech-Bro-Sozialismus: „Alles für alle“, aber eigentlich nur für Milliardäre - Der neue KI-Hype klingt erstaunlich kollektiv. Sozialistische Rhetorik dient dazu, technologische Machtkonzentration als Fortschritt zu verkaufen.“ Zuletzt abgerufen am 13.02.2026: https://www.surplusmagazin.de/tech-bro-sozialismus-code-capital-ki-jaff/
  7. Spiegel Wissenschaft / „Milliardärsideologie“, eine Kolumne von Christian Stöcker, 08.02. 2026: „Wenn Gier gut ist, sind die Gierigsten die Besten - Elon Musk verachtet Empathie, Peter Thiel die Demokratie, Jeff Bezos besticht Trump und zerstört die „Washington Post“: Das sind die Folgen eines grotesk verzerrten Menschenbilds, das die USA zu ruinieren droht.“ Zuletzt abgerufen am 13.02.2026: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/elon-musk-peter-thiel-jeff-bezos-wenn-gier-gut-ist-sind-die-gierigsten-die-besten-kolumne-a-38dbd3c0-0739-4a32-a81d-c32628b268b2?giftToken=dc631ec1-f277-4f0c-b8ea-be9265f22824
  8. McLuhan, Marshall – „Die magischen Kanäle - Understanding Media“,
    ©1964 by Marshall McLuhan – für die deutsche Ausgabe ©1968 ECON-Verlag GmbH, Düsseldorf und Wien – hier – Fundus 127 – Fundus Bücher, herausgegeben von Gerti Fietzek und Michael Glasmeier – Verlag der Kunst Dresden – Basel 1995.    
  9. Kahneman, Daniel – „Schnelles Denken, langsames Denken“ (“Thinking fast and slow“); © 2011 by Daniel Kahneman, © 2012 der deutschen Ausgabe Siedler Verlag München in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH (German).
  10. ARD-Mediathek, Caren Miosga, 08.02.2026: Ist Trump ein Vorbild für Deutschland, Herr Chrupalla?“ - zuletzt abgerufen am 13.02.2026: https://www.ardmediathek.de/video/caren-miosga/ist-trump-ein-vorbild-fuer-deutschland-herr-chrupalla/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS8xMTY1NjU4YS00ZWMyLTQwMGUtYjFiZS0wOGFjOTUzZDkzNTNfZ2FuemVTZW5kdW5n
  11. Amlinger, Carolin; Nachtwey, Oliver – „Zerstörungslust – Elemente des demokratischen Faschismus“, © Suhrkamp Verlag Berlin 2025.  Dazu auch eine Buchvorstellung aus Anlass der Leipziger Buchmesse bei ttt vom 19.10.2025: https://www.ardmediathek.de/video/ttt-titel-thesen-temperamente/zerstoerungslust-carolin-amlinger-und-oliver-nachtwey-ueber-die-feinde-der-demokratie/ard/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3R0dCAtIHRpdGVsIHRoZXNlbiB0ZW1wZXJhbWVudGUvNDMyMWUwODEtOTI2Ni00ZWJkLWJiZTgtN2JmMjFiZThkODI3 , zuletzt abgerufen am 14.02.2026
  12. George, Henry – „Fortschritt und Armut: Eine Untersuchung über die Ursache der industriellen Krisen und der Zunahme der Armut bei zunehmendem Reichtum“, herausgegeben und eingeleitet von Dirk Löhr,(„Progress and Poverty“, 1880), © by Robert Schalkenbach Foundation, New York, www.schalkenbach.org, © für die deutsche Ausgabe: Metropolis-Verlag für Ökonomie, Gesellschaft und Politik GmbH 2017, 2. Überarbeitete Auflage 2023. S. 24
  13. George, Henry – „Fortschritt und Armut, S. 22
  14. Bülow, Marco: „Korrumpiert. Wie ich fast Lobbyist wurde und jetzt die Demokratie retten will“, Westend-Verlag, Frankfurt am Main 2025. Dazu auch: „Lobbyland. Wie die Wirtschaft unsere Demokratie kauft“, Das Neue Berlin, 2021 und „Wir Abnicker. Über Macht und Ohnmacht der Volksvertreter“, ECON 2010. Des Weiteren hier zwei Nachrufe auf Marco: Einer von Wolfgang Tischer auf Literaturcafé.de, 31.01.2026 und ein zweiter von Ines Schwerdtner von den Linken, die in seiner Zeit als fraktionsloser MdB für ihn arbeitete unter dem Titel „Marco Bülow war ein Vorbild für uns alle - Marco Bülow, der letzte Woche viel zu früh gestorben ist, setzte sich wie kein anderer für soziale Gerechtigkeit ein. Ines Schwerdtner erinnert an einen Menschen, der sich stets für den aufrichtigen Weg entschied.“ Im Jacobin am 02.02.2026, beide zuletzt abgerufen am 16.02.2026: https://www.literaturcafe.de/marco-buelow-ist-tot/ und https://jacobin.de/artikel/marco-buelow-ines-schwerdtner-nachruf Und zuletzt hier ein eigener Nachruf meinerseits auf Linkedin, nach Entdecken des Nachrufs von Alfred R. Krappel ebendort, gleichfalls am 16.02.2026 zuletzt abgerufen: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7426668764139630592/
  15. Tagesspiegel, Hans Monath, 16.01.2018: „Große Koalition: Juso-Chef Kevin Kühnert: Der Gegenspieler - Martin Schulz kämpft darum, dass der SPD-Parteitag nicht die Tür zur großen Koalition zuschlägt. Sein wichtigster Konkurrent ist ein 28-Jähriger.“ Und 2. : Über Medien, Stefan Niggemeier, 09.02.2018: „Kevin Kühnert über Journalisten: „Wenn man anfängt, über Inhaltliches zu reden, wird das ganz schnell abgewürgt - Seit zwei Monaten ist Juso-Chef und Groko-Gegner Kevin Kühnert im Auge eines Medienorkans. Ein Gespräch über journalistische Grenzüberschreitungen, Klein-Kevin-Puppen, Rucksäcke und Hoodies – und den Vorteil einer gewissen ironischen Distanz.“ Und 3.: Tagesschau, Gabor Halasz, 12.10.2024: „Rückzug aus dem Amt: Wenn Politik krank macht - Immer erreichbar sein, Niederlagen erklären, Stärke zeigen: Politikeralltag ist oft hart. Jüngst zog sich SPD-Generalsekretär Kühnert aus Gesundheitsgründen zurück. Einblicke in eine Welt, die krank machen kann.“ https://www.tagesspiegel.de/politik/juso-chef-kevin-kuhnert-der-gegenspieler-5923867.html und 2. : https://uebermedien.de/25272/wenn-man-anfaengt-ueber-inhaltliches-zu-reden-wird-das-ganz-schnell-abgewuergt/ und dann 3.: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/politik-gesundheit-100.html. Alle abgerufen am 16.02.2026.
  16. Geld für die Welt, Maurice Höfgen auf Youtube, 08.02.2026: „Kevin Kühnert entlarvt reichen Erben!“, https://www.youtube.com/watch?v=s8-6AxPtY_o , zuletzt abgerufen am 16.02.2026.
  17. Surplus Magazin, Julia Dagg, 15.02.2026: „Unterkünfte für Wohnungslose: Zwischen Nothilfe und Geschäftsmodell - Immer mehr Wohnungslose verbringen Jahre in Notfallunterkünften. Für private Betreiber ist das ein lukratives Geschäft.“ https://www.surplusmagazin.de/unterkunfte-wohnungslose-odachlose-berlin-kritik-geschaftsmodell/?ref=mein-feed-newsletter , am 16.02.2026.
  18. Geschichte der Gegenwart, Ramon Wiederkehr, 15.02.2026: „Präzedenzlos oder „more of the same“? Zwangsmaßnahmen gegen Obdachlose in den USA - Das gegenwärtige Vorgehen und die Rhetorik der Trump-Administration gegen obdachlose Menschen in der Bundeshauptstadt Washington D. C. scheint auf den ersten Blick beispiellos zu sein. Tatsächlich handelt es sich um eine neuartige Vermengung altbekannter historischer Kontinuitäten.“ Abgerufen am 16.02.2026: https://geschichtedergegenwart.ch/praezedenzlos-oder-more-of-the-same-zwangsmassnahmen-gegen-obdachlose-in-den-usa/
  19. rbb 24, 13.02.2026: „Zwischen 31 und 170 Meter hoch: 95 neue Hochhäuser in Berlin geplant“, abgerufen am 16.02.2026:  https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2026/02/berlin-95-neue-hochhaeuser-geplant-wohnungsbau-bueros.html#:~:text=Die%20geplanten%2095%20Hochh%C3%A4user%20erreichen,Technischen%20Universit%C3%A4t%20und%20der%20Charit%C3%A9
  20. Ostrom, Elinor - „Governing the Commons: The Evolution of Institutions for Collective Action” („Die Verfassung der Allmende“, Deutsche Ausg.), © Cambridge University Press & Assessment 1990, 2015, Canto classics edition 2015
  21. Surplus Magazin, Alexander Reisenbichler mit Max Hauser, 26.01.2026: „Wachstum durch Wohnungsbau ist möglich - Es braucht mehr Wohnraum. Wie Deutschland mit dem Ausbau sozialen Frieden schaffen kann, erklärt Alexander Reisenbichler im Interview.“  https://www.surplusmagazin.de/wachstum-durch-wohnungsbau-ist-moglich/?ref=mein-feed-newsletter , abgerufen am 17.02.2026. Reisenbichler, Alexander, University of Toronto  - „Through the Roof - Housing, Capitalism, and the State in America and Germany; Cambridge University Press, 09 / 2025.
  22. Surplus Magazin, 16.02.2026, Youtube: „Made in Germany" funktioniert nicht mehr | Mit Dr. Patrick Kaczmarczyk, abgerufen am 17.02.2026:  https://www.youtube.com/watch?v=Y3HHlElkGw4 und: Flassbeck, Heiner; Kaczmarczyk, Patrick„Zerfall der Weltordnung - Die Ignoranz des Westens und der Aufstand des Globalen Südens“, © Westend Verlag GmbH, Neu-Isenburg
  23. SPD-Youtube-Channel, 07.02. 2026: „Für eine SPD, die an der Seite der Menschen kämpft - Bärbel Bas beim Zukunftsauftakt der SPD“ – am 17.02.2026: https://www.youtube.com/watch?v=lytHKallGiY
  24. SPD-Youtube-Channel, 07.02. 2026: „Kooperation, Solidarität und ein starkes Europa!" - Lars Klingbeil beim Zukunftsauftakt der SPD“ - am 17.02.2026: https://www.youtube.com/watch?v=mFan1ltkp8c
  25. Hier nochmals verlinkt „Fragmentierte Stadtentwicklung 201_“ mit dem Untertitel: „Strategien zur Renaissance der „sozialen Stadt“ in Mitteleuropa und zum „Auf- und Umbau der Globalen Stadt“ – Idealbilder und Materialschlachten – Fall- und Machbarkeitsstudien, Sanierungsstaus, Umsetzungsdefizite und -chancen“ von mir, 2010-15 verfasst. https://www.stefanfrischauf.com/buch-2-fragment-fraktal/ , zuletzt abgerufen am 17.02.2026.
  26. ZDF-Mediathek, 16.12.2025, „Die Anstalt: Weihnachten, aber normal.- Sind Gendern, vegane Wurst und Klimaschutz Schuld am Erstarken der radikalen Rechten? „Die Anstalt“ geht auf eine vorweihnachtliche Suche nach Ursache und Wirkung des Rechtsrucks in Deutschland.“ – besonders ab 28:15 – 40:45, Auftritt Alice Weidel (Maike Kühl), aber auch Tobias Mann als Ulf Poschardt danach ist unbedingt sehenswert: https://www.zdf.de/play/shows/die-anstalt-104/die-anstalt-vom-16-dezember-2025-100?staffel=2025 , zuletzt abgerufen am 17.02.2026.
  27. Surplus Magazin, Patrick Kaczmarczyk, 02.02.2026: „Die marktliberale Globalisierung ist an ihrem Ende - Kanadas Premier Mark Carney hat in Davos den Zerfall der „regelbasierten Ordnung“ klar benannt. Europa sollte nun seine Beziehung zum globalen Süden ändern.“ Zuletzt abgerufen am 18.02.2026: https://www.surplusmagazin.de/globalisierung-kritik-markcarney-zerfallderweltordnung-buch-globalersueden/
  28. Lang, Miriam; Manahan,  Mary Ann; Bringel, Breno (Hrsg.) – „Grüner Kolonialismus. Zwischen Energiewende und globaler Gerechtigkeit“ - © die Autoren 2024, 2. Aufl. 2025 oekom Verlag München. Dazu auch eine kurze Buchvorstellung im Netz: https://www.oekom.de/buch/gruener-kolonialismus-9783987261671 , zuletzt abgerufen am 18.02.2026.
  29. Surplus Magazin, Katharina Pistor, 24.01.2026: „Das Weltwirtschaftsforum in Davos gehört abgeschafft - Das WEF in Davos steht im Zeichen einer Weltordnung, die es nicht mehr gibt. Damit sollte auch das Forum sein Ende finden.“ Zuletzt abgerufen am 18.02.2026: https://www.surplusmagazin.de/wef-davos-kritik-weltwirtschaftsforum-abschaffen/
  30. Eigendorf, Katrin, Post auf Linkedin, Ankündigung der zweiteiligen Doku des ZDF auslandsjournals „So geht Frieden“ am 1.und 2. April um 22.15 Uhr und auch in der ZDF Mediathek, zuletzt abgerufen am 18.02.2026: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7426875263214546944/
  31. Benevolo, Leonardo – „Die Geschichte der Stadt“ (“The History of the City”) - © “Storia della città“ – 1975, 1982 – Editori Laterza, Rome – Bari - © 1983, German edition: Campus Verlag, Frankfurt am Main (German), Abb. 497: „Die öffentlichen Einrichtungen der islamischen Städte, Plan des Bazars von Aleppo, S. 304.
  32. Die Zeit, 17.02.2026, „Wohnkrise in Deutschland: Mehr als ein Drittel wohnt an Orten mit unbezahlbarem Wohnraum - An vielen Orten reicht ein mittleres Gehalt nicht aus, um eine 45-Quadratmeter-Wohnung zu mieten. Laut Bericht sind Städte und der Süden besonders betroffen.“ Zuletzt abgerufen am 18.02.2026: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-02/pflegekraefte-mieten-einkommen-vergleich-wohnkosten-gxe

 

 

 

 

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